Saturday, 7. April 2007

late but at last - pictures of barceona

finally i came to sort and upload some pictures from our little trip to Barcelona 4 weeks ago. After cleaning and organizing my room yesterday i didn't yet find the time to sort out some photos of this blog. I don't have a lot of space left for more pictures but you can see some of them on my new flickr account.
The greatest thing about this short vacation in Catalunia was that there are still so many friends and great people there who haven't forgotten about me. First of all my former flatmate Eric who for the second time already sleeps on the sofa and lets us sleep in his room.
And secondly there are all those girls i know from university in Barcelona and Weimar who always find some night to go out with us. It's been 2 years I left Spain by now but when i get to return for a couple of days I always feel like I have never been away.
Thanks guys.

Tuesday, 3. April 2007

school is out

Well, that`s officially it. Sure i received my diploma half a year ago but i still had my mail-account from university, some stuff lying there and a membership-card with which to ride local trains for free, getting various discounts in exhibitions and stuff and most important some slight feeling of vague being a student. My student-card is not valid since 31th of march. I lost my studentness. All there is left is my great room in the shared and generously spacious jugendstil-flat, my flatmates and some books and notes i will probably never read again. I have to get up in the morning, get angry when flatmates leave dirty dishes or are noisy at night. I cannot stay awake all until the wee hours but still don`t have any money. Hope that will change soon.
Friends i shared my studying period with are changing residences to different places one after another. Only great that Weimar sometimes is unbelievable: after 7 years of living there it is still possible to make new acquaintances. And than, when i finally get the chance to leave the spot here, i know plenty of guys who tried out the locations for me already. yes, everything is fine and great that way. just have to keep telling myself...
And after all, i am quite happy with the situation although the above does not really sound like it. I like the work i do, i have nice colleagues, i still have some friends around, i can stay in this wonderful house i am living in and after all, i am not capable of lamenting in spring.
Its just that now i am absolutely and under no means a student anymore. not even on the paper.

Unmöglichkeit weiterer Kommunikation

Vor einem Monat starb Baudrillard, jetzt folgt Paul Watzlawik. Näheres in der Zeit
Wo sind die neuen? Wer schreibt jetzt die unverständlichen, manchmal sogar lustigen, langen und verzweigten Texte?

Thursday, 29. March 2007

erfurt und seine demos

Seit drei Wochen spaziere, eile oder schlendere ich täglich durch Erfurt. Morgens reihe ich mich in die filmgleiche Herde von Berufstätigen, die vom Bahnhof zur Arbeit geht, genieße die ruhigen kleinen Gassen am Morgen und schlängle mich abends durch die Spaziergänger und Touristen. Manchmal ist es laut, mal wieder beschaulich, es gibt laute Fußgängerzonen und verschlafene Ecken.
In diesen drei Wochen finden Mittwochs oder Donnerstags regelmäßig Demonstrationen und Aufmärsche statt, die mich beunruhigen und die die Idylle ein wenig ankratzen. Diese kündigen sich, durch ein Polizeiaufgebot, das mittlerweile routiniert die Akteure voneinander trennt, schon von Weitem an. Jede Woche eine Nazi-demo, ob Aufmarsch oder Wahlveranstaltung, ist kaum zu erkennen. Jede Woche die dazugehörige Gegendemonstration der Linken bzw. der Bürger gegen Rechts.
Vielleicht soll damit Erfurt an die Präsenz Beider in der Öffentlichkeit gewöhnt werden, vielleicht daher diese beharrliche Regelmäßigkeit.
Vielleicht geht es auch nur um die Frage, wer den längeren Atem hat. Anfangs war ich alarmiert und erschrocken, vor Allem über die Rechte Präsenz, die den linken Konterversuch hervorruft. Überhaupt demonstrieren letztere meist nur noch als Antwort auf einen rechten Aufmarsch. Später war ich vor allem wütend über die Regelmäßigkeit und Hartnäckigkeit von rechts, die sich zunehmend bürgerlich, manchmal gar anarchistisch langhaarig zeigte. Nun finde ich es von Mal zu Mal lächerlicher und es droht sich sogar eine gewisse Gleichgültigkeit einzustellen.
Dies ist gefährlich, sage ich mir dann. Und dann?
Ich bin gespannt, wie lange beide Seiten die wöchentliche Präsenz durchhalten und belustigt darüber, das der gestern plötzlich einsetzende Regenschauer dem Schauspiel ein schnelles Ende bereiten konnte. Das Wetter wird schöner, der Frühling hält Einzug und vielleicht ist auch das ein Grund. Aber dann bin ich dafür, dass statt des Marschierers lieber flaniert wird, die Sonnenterrassen der Kaffees bevölkert, die Mädchen ihre Röcke ausführen und die Ärzte gespielt werden. Und zwar "Ich will nen Sommer nur für mich".
Sicher, jeder darf in diesem Staat demonstrieren. Aber warum sind die Rechten beinahe die Einzigen, die dieses Recht in Erfurt in Anspruch zu nehmen scheinen? Vielleicht wollen sie, dass wir sie nicht vergessen und uns immer daran erinnern, was ihre Vorbilder einst für Verbrechen begingen. Ob Sie damit tatsächlich die Wähler überzeugen können, wird mir immer fraglicher. Zu allem Überfluss verursachen sie vor allem Kosten, durch das benötigte Polizeiaufgebot.
Und so wende ich mich nun, genervt und in der Hoffnung, dass dem wöchentliche Schlagabtausch bald die Luft ausgeht, meiner Arbeit zu. Und wenn dies nicht bald passiert, würde mich wirklich mal interessieren, mit welcher Frequenz eine Gruppierung eigentlich solch ein Polizeigeleit zum Schutz gestellt bekommt und wieso eine derartige wöchentliche Geldverschwendung genehmigt werden muss. Schließlich braucht keine Kundgebung, wie eine von Rechts so viel Schutz.

Wednesday, 28. March 2007

Theorie und Praxis

Nach meinem Diplom und der damit verbundenen umfangreichen und zumindest kulturtechnisch ausgiebigen Beschäftigungen mit dem Semantic Web, kam ich mehr und mehr zu der Auffassung, dass es zwar äußerst nützlich und angenehm wäre, eine solche Technologie eines Tages zur Verfügung zu haben, dies aber noch länger dauern würde und vielleicht für immer ein Wunschtraum der Logik bleiben würde. Zu hochfliegend kam mir die Idee vor und je tiefer ich mit meinem zugegebenermaßen etwas laienhaften technischem Verständnis von RDF und OWL in die Thematik eindrang, umso stärker wurden meine Zweifel an der Durchführbarkeit und Verbreitung des ambitionierten Versuches, die Daten des WWW endlich auch maschinenprozessierbar zugänglich zu machen. Kulturelle Bedenken kamen hinzu, die Parallelen zu barocken Fehlschlägen traten hervor und auch aus Fachkreisen wurde immer wieder auf die noch abzuwartende Leistungsfähigkeit der Logik und deren Verknüpfungen hingewiesen. Mein Glaube an das Semantic Web verblasste und von meiner anfänglichen Überzeugung, dass hier etwas Durchschlagendes zu erwarten wäre, blieb nur noch eine vage Hoffnung auf Neuerungen, die vielleicht als Annäherungen an das Semantic Web gelten können.
Wurde ich zu meinem Diplomthema befragt, musste ich immer wieder erklären, um was es sich beim dem ominösen neuen Web, von dem man noch kaum etwas hörte, eigentlich handeln soll, und am uneinsichtigsten war den Meisten, wofür man so etwas eigentlich braucht. Web 2.0 war in aller Munde und auf noch mehr so einen Hokuspokus wollte man sich ungern einlassen. Die Möglichkeiten eines von Maschinen und Agenten durchorganisierten Alltages, mit gar künstlicher Intelligenz, mutet wahlweise erschreckend und lächerlich an. Noch mehr Bots und Prozesse, die man nicht kennt, noch mehr digitale Sekretäre die keiner braucht? Eine Art kleinster gemeinsamer Nenner war dann immer die Aussage, „Ah, das Semantic Web ist dann also so was wie eine bessere Suchmaschine.“ Und wer braucht dies, wenn es doch schon Google gibt?
Ich begann also in Erfurt zu arbeiten und die Idee des Semantic Web schien aus meinem Leben und Denken immer mehr zu verschwinden. Wieder fragten Chef und Kollegen mich nach meinem Diplomthema, doch mir bleib kaum mehr als ein verzagtes, „ Ich untersuchte eine wahrscheinlich utopische Kulturtechnik, die es so vielleicht gar nicht geben wird.“ Und nach groben Erläuterungen lief es wieder auf die clevere Suchmaschine hinaus, deren Logik aber noch lange nicht im Stande ist, die Daten im Netz automatisch auch inhaltlich zu verarbeiten.
Seit den drei Wochen, die ich hier nun beschäftigt bin, fällt es mir nun von Tag zu Tag einfacher, meinen Untersuchungsgegenstand von damals zu erklären. Und ironischerweise gibt mir ausgerechnet meine Arbeit, die mich doch vom theoretischen Hokus-Pokus des akademischen Elfenbeinturms, mit seinen weltfremden Experimenten und Gedankenspielen entfernen sollte, dazu Anlass. Mit den Worten „… und genau hierfür bräuchte man das Semantic Web.“ Von Tag zu Tag bedauere ich immer mehr, dass es mir nicht zur Verfügung steht. Denn die „bessere Suchmaschine“ wäre im Augenblick exakt das, was mir für meine Arbeit am meisten fehlt.
Der Grund ist folgender: Ich habe zahlreiche Aufgaben, die mit einer Recherche beginnen, beispielsweise suche ich nach Firmen und deren Kontaktdaten. Diese befinden sich sogar oft auf beinahe standardisierten Webseiten oder sind bereits in Datenbanken vorfindlich. Leider kann ich darauf von außen nur über die menschenlesbaren Seiten des WWW zugreifen. Wären sie nun so aufbereitet, dass sie auch für mich formalisiert zugreifbar sind, könnte das meine Arbeit unheimlich beschleunigen. Die Hürden der unzureichenden Logik treten dabei sogar zunächst in den Hintergrund, benötigte ich doch erst einmal nur die Daten im RTF-Format, um sie dann, ohne von Seite zu Seite zu browsen und die Daten per Hand herauszuklauben, in meine eigene Informationssammlung einzufügen.
Nun denke ich darüber nach, bereits vorhandene Semantic Web-Ansätze, wie beispielsweise Piggy Bank, noch einmal genauer zu betrachten um es in meine Dienste zu stellen. Ich brauche zunächst keine Agentenansammlung, die mir eine Pizza online bestellt, sobald sie vom Knurren meines Magens schließt, das ich Bedarf nach Nahrungsaufnahme habe. Eine automatische Sammlung von Kontaktdaten, vielleicht ergänzt durch eine automatisch erstellte Charakterisierung der Firmen, nach denen ich recherchieren möchte, würde mir vollständig genügen.
Es besteht zumindest für mich ein dringender Bedarf nach einer solchen Technologie, bei der es sich vielleicht nur um eine weiterentwickelte Suchmaschine handeln mag, die aber weit entfernt ist von dem, was Die Suchmaschine, Google zu Zeit zu bieten hat. Vive la Semantic Web, möchte ich hoffend rufen. Und das, nachdem ich die Idee schon fast als lächerlich abgetan hatte, um mich nach dem herrlich theoretischen Studium endlich der Praxis zuzuwenden. Hier holt mich nun mein Diplomthema wieder ein und lässt mich von den Meriten eines Semantic Web träumen.

Tuesday, 20. March 2007

Mein Morgen

Schon immer hege ich eine tiefe Ablehnung gegen die Praxis des frühen Aufstehens. Sobald es sich irgendwie vermeiden ließ, tat ich dies. Universitäre Veranstaltungen vor 11 Uhr wurden von mir selten wahrgenommen, begannen sie erst um 13 Uhr, umso besser.
Es gehörte schon ein gewisser Zwang dazu, mich vor 10 Uhr aus den Federn zu scheuchen, wobei ich lange Zeit auch diese Uhrzeit als unchristlich früh und es unmenschlich empfand den Tag so früh ins Auge blicken zu müssen.
Aber immer auch war mir mehr oder weniger klar, eines schönen Morgens würde es wieder über mich hereinbrechen, irgendwann, nach dem die herrlich selbstbestimmte Zeit des späten Studentenerwachens beendet war, würde ich wieder mit den Vöglein aus den Federn müssen.
Nun ist es soweit, 6:30 kündigt das Radio unerbittlich vom neuen Tag. Es ist kaum hell, noch bitterkalt und ich träume mich zur Dusche und erwache langsam in der Küche, lasse mir vom Fahrtwind auf dem Rad den letzten Schlaf aus den Augen blasen um dann mit dem Zug nach Erfurt zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt bin ich bereits fähig, zu lesen und erwecke meinen Geist mit der Morgenzeitung bzw. einer kurzen Lektüre meines aktuellen Buches.
Und dann kommt der beste Teil des Morgens, meine Ruhe vor dem Tag, meine liebsten 5 Minuten. Nach einem 15-minütigen Spaziergang durch die Altstadt Erfurts zum Büro, der mich eigentlich erst so richtig aufweckt, bekomme ich gute Laune. Ich sehe Kinder, die zur Schule gehen, höre die Vöglein in den Bäumen den baldigen Frühling ankündigen, sehe Graffitis und Stancils an den Wänden. Die Strassen und Gässchen sind herrlich leer, nur die Müllmänner sind unterwegs. Die Luft ist klar und frei von Touristen. Manchmal ist durch ein offenes Fenster ein Wecker zu vernehmen, der noch mal auf Snoosze gestellt wird. Es duftet nach Kaffee, das Wetter ist blauer als später am Tag, wenn dich Dunst und Wolken breitmachen.
Aber das Beste kommt dann erst noch. An meine Zugzeiten gebunden treffe ich immer 5 Minuten vor den anderen Kollegen im Büro ein. 5 Minuten, die ich ganz alleine hier habe um die Ruhe zu genießen, Kaffee zu kochen, die Arbeit von gestern noch mal zu kontrollieren, eigene Gedanken zu ordnen und mich zu sammeln.
Nach und nach treffen dann bald auch die anderen ein und das Büro füllt sich mit Leben. Musik wird angeschaltet, mehr Kaffee gekocht und mit der Arbeit begonnen. Und ich habe schon ein paar Minuten gehabt, allein und ungestört.
Ja, es ist hart, früh aufzustehen und es wäre nicht das, was ich wählen würde. Bin ich aber ausgeruht, nicht zu spät im Bett gewesen und freue ich mich auf den Tagesinhalt, habe ich mich sogar schon dabei ertappt, auf dem Morgenweg zu singen, unverschämt fröhlich vor mich hin zu lächeln oder mich gar über den frühen Tag zu freuen. Denn schon lange lange Zeit habe ich keinen Sonnenaufgang mehr gesehen, und schon gar nicht einen solchen wie in der letzten Woche, als die Sonne blutrot und riesiggroß über Weimar den Horizont erkletterte und wie eine gigantische Orange am Himmel hing.
Aber zugeben, dass es auch schön sein kann, so zeitig schon wach und unterwegs zu sein, nein, das kann und werde ich nicht.

pics on my flickr account

www.flickr.com

Recent Updates

sorting pics on flickr
you have to put the pictures in a set to sort them....
morithil - 2008-02-11 17:07
connected again
finally - it has been accomplished! After 2 and a half...
ypsilon - 2007-11-17 16:30
umweltsünder internet
Ha, wir haben wieder einen, einen der Schuld ist. Das...
ypsilon - 2007-10-22 17:34
Ein herrlich verregnetes...
Plitsch platsch - herrlich. Seit ich direkt unters...
ypsilon - 2007-10-22 14:43
paint like pollock
some friend from spain sent me this link: jacksonpollock.org...
ypsilon - 2007-10-10 08:48

catalugar@Flickr

Status

Online for 7506 days
Last update: 2008-02-11 17:07

current listening

currently watching

Departed

Black Cat, White Cat

Brazil

Weeds

Futurama

Simpsons

currently reading

Adrian Mole ant the Weapons of Mass Destruction
Sue Townsend

100 Jahre Einsamkeit
Gabriel Garcia Marquez

Archive

April 2025
Sun
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 

Search

 

Credits


adventures
arbeitsleben
cites
erfurt
funny
graffiti and stuff
just some opinion
languages
misc
SoSe2006
system
texts
vivir y piso
Profil
Logout
Subscribe Weblog